Die Dermatologie am USZ fördert Selbsthilfegruppen in vorbildlicher Weise

Dafür darf sie sich neu als «selbsthilfefreundliches Spital» bezeichnen.

Im Rahmen des nationalen Projekts «Gesundheitskompetenz dank selbsthilfefreundlicher Spitäler» werden verbindliche Kooperationen zwischen Spitälern, Selbsthilfegruppen und den regionalen Selbsthilfezentren aufgebaut mit dem Ziel, die Selbsthilfefreundlichkeit der Gesundheitsinstitutionen zu fördern.

«Selbsthilfefreundliche» Spitäler erfüllen sechs schweizweit gültige Qualitätskriterien, welche mit entsprechenden Massnahmen umgesetzt werden. Diese stellen unter anderem sicher, dass das Spital regelmässig mit Mitgliedern von Selbsthilfegruppen zusammenarbeitet. Bei internen Weiterbildungen bindet das Spital beispielsweise das Erfahrungswissen von Selbsthilfegruppen mit ein. Zudem werden alle Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige systematisch über die Angebote der Selbsthilfe in der Region informiert.

Gemeinsam für die Patientinnen und Patienten

Das Selbsthilfezentrum Selbsthilfe Zürich unterstützt durch die regionale Projektleitung die Zusammenarbeit zwischen der Dermatologischen Klinik des USZ und verschiedenen Selbsthilfegruppen. Die Auszeichnung «Selbsthilfefreundliches Spital» wird von der Stiftung Selbsthilfe Schweiz verliehen. Die Stiftung will damit deutlich machen, dass Selbsthilfegruppen wichtige Partner im Gesundheitswesen sind. Selbsthilfegruppen entlasten Betroffene und Angehörige und helfen dabei, im Alltag mit einer Erkrankung umzugehen. Diese Erfahrung durften auch die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Melanom machen, welche sich daher aus Überzeugung im Projekt engagieren. «Wir arbeiten mit den Ärztinnen und Ärzten sowie den Pflegefachpersonen der Klinik für Dermatologie bereits seit Jahren eng zusammen» beschreibt eine Vertreterin der Gruppe. «Dabei werden wir als gleichwertige Partner akzeptiert. Der regelmässige Austausch ist für beide Seiten sehr wertvoll und wir schätzen das gemeinsame Engagement zum Wohl der Patientinnen und Patienten». Nadia Maurer, die diese Kooperation von Seiten Selbsthilfe Zürich begleitet, meint dazu: «Wir erleben die Fachpersonen der Dermatologischen Klinik des USZ als sehr engagiert und offen für neue Formen der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen. Wir stellen fest, dass diese mit ihrem Erfahrungswissen einen wichtigen Part im fachlichen Austausch und in der Begleitung der Patientinnen und Patienten einnehmen». So unterstreicht denn auch der Klinikdirektor Prof. Thomas Kündig: «Selbsthilfegruppen und -organisationen leisten in der Schweiz eine wichtige Arbeit; wir unterstützen diese Gruppen gerne dabei und sind froh, die Zusammenarbeit weiter intensivieren zu können. Nach unseren Erfahrungen können nämlich gut informierte und vernetzte Patient*innen die Behandlungserfolge oft positiv beeinflussen».