Newsletter 07

Hautkrebstag 2010

Auch in diesem Jahr hat sich die Dermatologische Klinik des Universitätsspitals Zürich am Internationalen Hautkrebs tag im Rahmen des Euromelanoma-Projektes beteiligt.
An diesem Tag konnte jede Person ohne Voranmeldung eine Läsion, die sie oder ihn beunruhigte, einem Dermato logen der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich zeigen.

Im Vorfeld wurde diese Aktion durch eine Anzeige in der Zeitschrift „20 Minuten“ sowie durch Artikel zahlreicher Medien z.B. „NZZ am Sonntag“ bekannt gegeben. Gleichzeitig hat das Schweizer Fernsehen einen ausführlichen Bericht dieser Aktivität in der Sendung „Puls“ ausgestrahlt.

An diesem Tag konnten dank dem vorbildlichen Einsatz unserer motivierten Mitarbeitenden fast 400 Patienten untersucht werden. In den meisten Fällen konnte zum Glück Entwarnung gegeben und Patienten beruhigt werden. Allerdings wurden bei dieser Aktion auch 12 höchst Melanom verdächtige Läsionen gefunden, die dann zum Teil sofort einer Behandlung zugeführt werden konnten.

Weiterhin wurden eine grosse Anzahl von epithelialen Tumoren (Stachel- und Basalzell-Karzinome) diagnostiziert, welche ebenfalls grösstenteils umgehend behandelt wurden.

Die Aktion in diesem Jahr ist als besondere Aktion zu werten, da heuer besonders viele Personen davon Gebrauch machten, und wir eine grosse Anzahl von Melanomen diagnostizieren konnten.

Durchbruch bei der Behandlung des metastasierenden Melanoms
Auf der ASCO-Tagung (American Society of Clinical Oncology) 2010 in Chicago wurden Daten einer internationalen Studie präsentiert, an der auch die Dermatologische Klinik des UniversitätsSpitals Zürich aktiv teilgenommen hat. Im Rahmen dieser Studie wurden 800 Patienten mit metastasierendem Melanom behandelt, die bereits eine Chemotherapie hatten und bei denen diese Chemotherapie versagt hatte. Eine Gruppe erhielt einen Peptid- basierten Impfstoff, eine andere Gruppe den gegen das Immunmolekül CTLA-4 gerichtete Antikörper, und die dritte Gruppe erhielt die Kombination.

Die aktuelle Auswertung zeigt nun, dass die Patienten, die Antikörper erhalten haben, im Vergleich zu den Patienten, die nur den Impfstoff allein erhalten haben, signifikant länger leben (um ca. 4 Monate). Viel spannender ist jedoch, dass doppelt so viele Antikörper behandelten Patienten ein Jahr nach Therapieeinschluss am Leben sind und nach zwei Jahren immer noch etwa 10% mehr.

Die Überlebenskurven sind nach zwei Jahren sehr flach, sodass diese Patienten eine gute Chance haben, Langzeitüberleber zu bleiben. Erstaunlich ist, dass diese Behandlung eine reine Immunbehandlung ist. Dennoch ist sie mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden, die die behandelnden Ärzte herausfordert und grosse klinische Erfahrung notwendig macht.

Assistenzprofessur für molekulare Dermatoonkologie, unterstützt durch den Verein für Hautkrebsforschung, von der Universität ausgeschrieben
Nach dem der Verein für Hautkrebsforschung letztes Jahr mit der Universität ein Vertrag zur Kostenübernahme einer Assistenzprofessur geschlossen hat, ist das Projekt jetzt auch von der Universitätsleitung bewilligt worden. Die Stelle wird öffentlich ausgeschrieben. Wir hoffen, dass wir möglichst viele attraktive Bewerbungen erhalten werden. Selbstverständlich werden wir die Mitglieder des Vereins für Hautkrebsforschung weiter auf dem Laufenden halten.

Vorstand
Herr Prof. Panizzon ist im Juni 2010 emeritiert und ist in diesem Zusammenhang auch zurückgetreten als Vorstandsmitglied des Vereins für Hautkrebsforschung. Wir danken ihm sehr für seine Initiative und Mitarbeit. Er war ja eines der Gründungsmitglieder des Vereins und hat ihn immer wertvoll unterstützt.

Neu hat sich Herr Prof. Hunger aus Bern bereit erklärt, im Vorstand des Vereins mitzuwirken.

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