Newsletter 06

Öffentlichkeitsarbeit

In Zusammenarbeit mit La Roche-Posay hat der Verein für Hautkrebsforschung Dr. Marjam Barysch als wissenschaftliche Mitarbeiterin des UniversitätsSpitals teilfinanziert.

In ihrer vom Verein finanzierten Periode hat sie intensiv die Ergebnisse der Internetbasierten Früherkennung von Hautkrebs aufgearbeitet. Diese Ergebnisse sind inzwischen im European Journal of Dermatology publiziert. Interessanterweise wurde das Internetbasierte Angebot, zur Sekundärprävention von mehr Männern als Frauen genutzt. Dieser Umstand lässt diesen Ansatz als attraktive Ergänzung zu den Aktionen mit Dermatologen im Krebsliga Bus und in Kliniken erscheinen, da bei diesen Aktionen überwiegend Frauen teilnehmen.

Dr. Barysch hat ebenfalls die aktuelle Datenlage zur Vitamin D-Problematik wissenschaftlich recherchiert und in zwei Publikationen zusammengefasst. Bei der einen Publikation handelt es sich um ein Positionspapier in Zusammenarbeit mit der SGDV und der Fachkommission Hautkrebs der Schweizer Krebsliga, erschienen im Schweizer Ärzteblatt. Bei der anderen Publikation handelt es sich um eine Übersichtsarbeit in Gerontology.

Vitamin D, UV-Strahlung und Hautkrebs
UV-Einstrahlung und Vitamin D

Hautkrebsvorsorge

Seit Anfang diesen Jahres, setzt die Dermatologische Klinik des UniversitätsSpitals Zürich, unter der Leitung von Herrn PD Dr. Ralph Braun im Rahmen der Hautkrebsfrüherkennung die konfokale Laserscanning Mikroskopie, routinemässige für präoperative Diagnostik von verdächtigen Hautbefunden ein.

Es handelt sich um eine neue Technologie die ähnlich wie die Dermatoskopie einen horizontalen Blick auf die Läsionen ermöglicht. Die Auflösung beträgt von 0.5 bis 1.0 Mikrometer, was in etwa der konventionellen Lichtmikroskopie entspricht.
Diese ungefährliche, nicht invasive Untersuchungsmethode erlaubt eine morphologische Beurteilung von Läsionen auf zellulärer und subzellulärer Ebene.
Sie eignet sich hervorragend zur Diagnostik von Läsionen mit Melanomverdacht, da das Aufsteigen von atypischen Melanozyten in die Epidermis (pagetoide melanozytäre Migration) welches ein wichtiges histologisches Kriterium für das oberflächliche spreitende Melanom darstellt sehr gut sichtbar gemacht werden kann.

Selbstverständlich steht diese Technik auch unseren niedergelassenen Kollegen zur Zweitmeinung Untersuchung von einer Läsion zur Verfügung.

Fortgeschrittenes Melanom

Die molekularbiologischen Techniken haben zu einem enormen Kenntniszuwachs zur Molekularbiologie des Malignen Melanoms geführt. An der Dermatologischen Klinik des UniversitätsSpitals werden intensive Forschungsarbeiten zu diesem Thema durchgeführt, die in Kooperation mit renommiertesten Instituten, wie dem
Dana Farber Cancer Center in Boston (Prof. Levi Garraway) oder der University of California, San Francisco (Prof. Boris Bastian) erfolgen. Diese Zusammenarbeit hat schon zu spannenden Publikationen, wie z.B. im Nature Medicine, Cancer Research und ganz aktuell in PNAS geführt.

Um die molekularbiologische Forschung im Bereich Dermato-Onkologie zu verstärken, hat der Verein für Hautkrebsforschung mit der Universität Zürich eine Vereinbarung getroffen zur Finanzierung einer Assistenzprofessur für Hautkrebserkrankungen. Der Verein hat sich verpflichtet, die Finanzierung hierfür zu übernehmen. Die Kosten betragen pro Jahr etwa CHF 170’000.00.

In Zusammenhang mit dieser Assistenzprofessur hat sich die G&B Schwyzer Stiftung bereit erklärt, das erste Jahr der Professur zu finanzieren. Damit ist die neue Stelle für den gesamten Zeitraum zu etwa 80% finanziert.

Diese Stelle soll im Januar 2010 ausgeschrieben werden. Wir erwarten Bewerbungen aus der ganzen Welt und hoffen, einen attraktiven Wissenschaftler für die Assistenzprofessur gewinnen zu können.

Newsletter 06